JBF-Kostümausstellung & Residenzprogramm Initiative

Das Erbe feiern und die Zukunft fördern

Im Rahmen unseres Nussknacker-Wochenendes 2025 im ZKO-Theater hat die Yen Han Ballettstiftung die Ehre, eine Kostümausstellung mit Originalstücken des Jeune Ballet de France (JBF) zu präsentieren – einer grundlegenden Institution für die Entwicklung junger Tänzer in Frankreich und darüber hinaus.

Das Erbe des Jeune Ballet de France (JBF)

Das 1983 von Robert Berthier gegründete Jeune Ballet de France war eines der ersten Ausbildungsunternehmen, das Absolventen des Konservatoriums eine einjährige Brücke zwischen ihrem Studium und der professionellen Tanzwelt bot. Die Tänzerinnen und Tänzer gingen auf internationale Tourneen, traten professionell auf und entwickelten unter Anleitung sowohl Bühnenerfahrung als auch künstlerische Tiefe.

Dieses bahnbrechende Modell inspirierte viele große Ballettinstitutionen in ganz Europa, ihre eigenen Nachwuchskompanien zu gründen. Ihre Absolventen – darunter die künstlerische Leiterin Yen Han – haben erfolgreiche Karrieren in der Kunst und darüber hinaus gemacht.

Die in dieser Ausstellung gezeigten Kostüme sind mehr als nur Kleidungsstücke – sie erzählen Geschichten von Tradition, Wandel und jugendlicher Kunstfertigkeit. Diese Ausstellung ehrt die Vergangenheit und lädt uns gleichzeitig dazu ein, darüber nachzudenken, wie wir die Tänzer von morgen unterstützen.

Einführung in das Residenzprogramm der Yen Han Ballettstiftung
Inspiriert vom JBF-Modell und angepasst an die heutige Zeit, bietet das Residenzprogramm der Yen Han Ballettstiftung eine moderne Ausbildungsstruktur, die flexibel, integrativ und zukunftsorientiert ist.

Dieses einjährige Pilotprogramm bietet jungen Tänzern ein strukturiertes Umfeld für ihre künstlerische Entwicklung, während sie gleichzeitig ihre akademische oder berufliche Ausbildung fortsetzen. Unabhängig davon, ob sie eine professionelle Tanzkarriere anstreben oder nicht, profitieren die Teilnehmer von maßgeschneiderter Unterstützung, Mentorenschaft und Auftrittsmöglichkeiten auf hohem Niveau – ohne ihre Ausbildung zu gefährden.

Was macht dieses Programm so einzigartig?

  • Akademische Flexibilität
    Tänzerinnen und Tänzer werden dabei unterstützt, ihre Ausbildung parallel fortzusetzen, um ein Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben zu schaffen.
  • Finanzielle Unterstützung
    Das Programm bietet finanzielle Unterstützung, um talentierten Tänzern die Last zu nehmen, die sie oft davon abhält, ihre letzten Ausbildungsjahre zu absolvieren.
  • Ganzheitliche Pädagogik
    Das Training wird mit mentaler, emotionaler und kreativer Entwicklung kombiniert, um nicht nur Tänzer, sondern ganzheitliche Persönlichkeiten heranzubilden.
  • Künstlerische Freiheit und Zusammenarbeit
    Verwurzelt in der klassischen Disziplin, aber offen für Innovationen, werden Tänzerinnen und Tänzer auch mit anderen Kunstformen zusammenarbeiten und so ein Ökosystem der Kreativität schaffen.
  • Vorbereitung auf die reale Welt ohne Druck
    Hier geht es nicht um Wettbewerb oder Perfektion. Es geht um Wachstum, Zugang und Transformation, geleitet von einem Team engagierter Fachleute.

Eine Vision für den kulturellen Wandel in der Schweiz

In der Schweiz und in ganz Europa wird das Tanzen allzu oft als Zeitvertreib in der Kindheit betrachtet – eine Aktivität nach der Schule, die geopfert wird, wenn die akademischen Prioritäten überhand nehmen. Viele junge Menschen mit echtem Talent und Leidenschaft hören im Teenageralter auf zu tanzen, nicht weil sie es nicht können, sondern weil der Tanz nicht als Teil ihrer Zukunft angesehen wird.

Unser Programm verspricht keine Tanzkarriere. Es bietet mehr: ein strukturiertes, unterstützendes Umfeld für diejenigen, die weiter tanzen und gleichzeitig ihre akademischen oder beruflichen Ziele verfolgen wollen. Zurzeit haben wir Studenten, die genau das tun – einer studiert Jura an der Universität Zürich, ein anderer Naturwissenschaften an der ETH – beide entwickeln sich als Tänzer innerhalb der Stiftung weiter.

Dieses Programm soll nicht nur den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dienen, sondern auch für ein breiteres kulturelles Verständnis eintreten: dass Tanzausbildung über die Kindheit hinaus existieren kann und sollte und dass ihr Nutzen weit über die Bühne hinausgeht. Wir sehen dieses Pilotprojekt als Keimzelle für eine langfristige, nachhaltige Plattform, die zu einer starken und dauerhaften Kulturlandschaft in der Schweiz beiträgt.

Unterstützen Sie die Vision

Wir bereiten uns derzeit auf den Start dieses Programms vor und suchen aktiv danach:

  • Mäzene, die diese neue Generation von Künstlern unterstützen möchten
  • Spender, die an eine zugängliche, ganzheitliche Bildung durch Kunst glauben
  • Unterstützer und Mitarbeiter, die mit uns einen neuen Weg in die Zukunft beschreiten wollen


Ihr Engagement hilft uns, eine Grundlage zu schaffen, auf der Tanz nicht nur eine Ausdrucksform ist, sondern auch eine lebensprägende Kraft für die nächste Generation.